AUSSTELLUNG ALBULA


Projektname: Infoarena Albulatunnel

Disziplin: Szenografie und Innenarchitektur

Jahr: 2015

Ort: Preda, Schweiz

Bauherr: Rhätische Bahn AG

Konzeption und Planung: in Zusammenarbeit mit Erlebnisplan

Grafik: Erik Süsskind

Umsetzung Ausstellungsbau: Konform AG

Einblicke in die Bergwelt

Die Infoarena ist ein Informationspavillon über die Bautätigkeiten am Albulatunnel und Ausgangspunkt für die Baustellenführungen. Der Pavillon besteht aus vier Räumen: zwei Umkleiden, einem Präsentationsraum und einem Ausstellungsraum. Der Präsentationsraum wird als Vortrags- und Vorführungsraum genutzt. Im Ausstellungsraum können sich die Besucher interaktiv informieren und eigene Botschaften hinterlassen.  Zentraler Eyecatcher im Ausstellungsraum ist ein roter Felsbrocken. Seine eratische Erscheinung wirkt zunächst abweisend. Öffnungen in den Felsen gewähren Blicke in sein Inneres und wecken die Neugierde der Betrachter. Ein Wandbild, eine interaktive Sprengwand, Statistiken und technische Zeichnungen werfen Fragen auf, welche in den Baustellenführungen wieder aufgegriffen werden.

BAUSTELLENINSZENIERUNG ALBULA


Projektname: Baustelleninszenierung Albulatunnel

Disziplin: Szenografie und Architektur

Jahr: 2015

Ort: Preda, Schweiz

Bauherr: Rhätische Bahn AG

Konzeption und Planung: in Zusammenarbeit mit Erlebnisplan

Grafik: Erik Süsskind

Umsetzung Ausstellungsbau: Engadiner Lehrwerkstatt

Eine Baustelleninszenierung 1‘600 Meter über dem Meer

Von 2014 bis 2021 wird ein neuer Albulatunnel zwischen Preda und Spinas gebaut. Die Bautätigkeit zieht touristisch sensible Gebiete in Mitleidenschaft. Die Bauherrin RhB will aber die dabei entstehenden Emissionen nicht nur so tief wie möglich halten, sondern das Baustellengelände gleichzeitig als Info-Träger und zur Imageförderung nutzen. Die Baustellen-Verpackung in Preda wird einerseits ein positiv besetzter Hingucker für Passagiere auf der Albula-Linie, andererseits werden Passanten über interaktive Erlebnisangebote an die wichtigen Themen des UNESCO Weltkulturerbes Albula-Bernina-Bahn herangeführt.

Frank Dittmann zeichnet in Zusammenarbeit mit Erlebnisplan für das Grundkonzept, die Planung und die Umsetzung der gesamten Baustelleninszenierung verantwortlich.

SZENOGRAFIE FÜR EIN BESUCHERZENTRUM


Projektname: Cosmos

Disziplin: Innenarchitektur, Szenografie

Jahr: 2012 - 2013

Auftraggeber: Steiner Sarnen AG, Schweiz

MEDIA WORLD


Projektname: Media World

Disziplin: Szenografie und Architektur

Jahr: 2016

Ort: Verkehrshaus Luzern, Schweiz

Auftraggeber: Generalplaner Schmauder Rohr GmbH

Bauherr: Verkehrshaus der Schweiz AG

Ausstellungspartner: Red Bull AG

Eintauchen in die Welt der Medien

In der Media World im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern tauchen die Besucher in eine hochvernetzte, interaktive Medienwelt ein. Der Eyecatcher der Ausstellung ist der Media Globe. Das weltweit einmalige Konstrukt steht für die inhaltliche und technische Vielfalt der heutigen Medienlandschaft. Der anschliessende Rundgang führt die Besucher durch eine abstrakt gestaltete artifizielle Landschaft aus triangulierten Flächen. Sie entdecken verschiedene Themenbereiche und ein professionell ausgestattetes TV-Studio, welches sie für eigene Medienproduktionen nutzen können. Multimediale Bespielungen und wechselnde Lichtstimmungen verwandeln die Media World in eine immersive vierdimensionale Welt, in welcher die Grenzen zwischen Medien und Raum, zwischen Produzent und Konsument verschwinden. Im Reflection Tunnel am Ende des Rundgangs begegnen die Besucher ihren eigenen produzierten Medieninhalten. Beim Durchqueren können die Besucher ihre Erlebnisse, Ergebnisse und Erkenntnisse nochmals reflektieren.

Foto © Jean-Christophe Dupasquier/Red Bull Content Pool

All Fotos © Jean-Christophe Dupasquier/Red Bull Content Pool

DAUERAUSSTELLUNG VERKEHRSHAUS DER SCHWEIZ


Projektname: Halle Strassenverkehr

Disziplin: Szenografie, Innenarchitektur einer Dauerausstellung

Jahr: 2008 - 2009

Ort: Luzern

Bauherr: Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

Funktion: Projektleitung Dauerausstellung zusammen mit Silke Ebner

Arbeitgeber: OOS AG, Zürich

SZENOGRAFIE IN EINER BERGFESTUNG


Projektname: Sasso San Gottardo

Disziplin: Szenografie und Architektur für eine Ausstellungs- und Forschungsbasis

Jahr: 2004

Ort: Sasso da Pigna, St. Gotthard

Bauherr: Fondazione Sasso San Gottardo, Bern

Funktion: Projektleitung: Szenografie und Ausstellungsgestaltung, Bauaufsicht

Arbeitgeber: Holzer Kobler Architekturen GmbH, Zürich

EXPO PAVILLON


Projektname: Heimatfabrik

Disziplin: Szenografie und Pavillonarchitektur für die Expo ’02

Jahr: 2000 - 2002

Ort: Murten

Bauherr: Espace Mittelland

Funktion: Mitarbeit Konzept, Design, Ausführungsplanung, Bauleitung

Arbeitgeber: d-case GmbH, Barbara Holzer

RETAIL DESIGN FÜR EINE MALL


Projektname: EbiSquare

Disziplin: Projektentwicklung für ein Erlebnis- und Freizeitzentrum

Jahr: 2002 - 2007 (Fertigstellung voraussichtlich 2013)

Ort: Luzern

Auftraggeber: Nüesch Development AG, St. Gallen und Schindler Holding AG, Luzern

Generalplanung: Burckhardt+Partner, Bern

Funktion: Projektleitung Idee, Kreation und Design, Identity Design, Mall Creation

Arbeitgeber: d-case GmbH und morphing systems GmbH, Zürich

Foto © Ariel Huber

BAUSTELLENINSZENIERUNG ROSA SCHAFE


Projektname: Rosa Schafe

Werbung für das Neue Berlin-Adlershof, Berlin

Jahr: 1999

Ort: Berlin

Auftraggeber: Mediacity Adlershof, Berlin

Funktion: Idee, Kreation und Realisierung: Städtische Kunstintervention

Team: Frank Dittmann und Fabian Lippert, Berlin

Foto © Ina Geissler

DAUERAUSSTELLUNG MILITÄRHISTORISCHES MUSEUM


Projektname: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Dresden

Disziplin: Szenografie, Innenarchitektur einer Dauerausstellung

Jahr: 2002 - 2007 (Fertigstellung 2011)

Ort: Dresden

Bauherr: Verteidigungsministerium der Bundesrepublik Deutschland

Bauherrenvertretung: SIB Dresden

Funktion: Projektleitung Szenografie und Ausstellungsgestaltung

Arbeitgeber: Prof. HG Merz und Holzer Kobler Architekturen GmbH, Zürich

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Foto © Till Schuster

Über die Kulturgeschichte der Gewalt


Das Leitmotiv für die neue Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, das alle Ausstellungsbereiche und auch die bauliche Konzeption durchdringt, ist die Frage nach den Ursachen und dem Wesen von Gewalt. Der Mensch wird thematisiert mit all seinen Ängsten, Hoffnungen, Leidenschaften, Erinnerungen, Trieben, mit seinem Mut, seiner Vernunft und Aggressionsbereitschaft. Krieg ist nur verständlich, wenn seine Darstellung die Natur des Menschen zur Grundlage nimmt.


Der Gebäudeentwurf sieht vor, das historische Gebäude mit einem keilförmigen Einbau zu ergänzen. Der Keil verdeutlicht die neue Konzeption der Ausstellung. Das Althergebrachte, die chronologische Ausstellung im historischen Arsenalgebäude, wird durchbrochen von dem modernen Keil, der einen Themenparcours beinhalten wird, in dem epochenübergreifende Themen behandelt werden.

Die Gesamtkonzeption von Architektur und neuer Dauerausstellung steht für das Nebeneinander von klassischen und neuartigen Sichtweisen und Ausdrucksformen. Tradition und Innovation – alte und neue Interpretationen von Militärgeschichte bilden die Eckpunkte der Konzeption.


Mit über 19 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche entsteht hier das größte militärhistorische Museum Deutschlands.

Inszenierte Verkehrsinseln


In der Dauerausstellung der Halle Strassenverkehr präsentiert das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern auf 1700 Quadratmetern die Geschichte und Zukunft der Mobilität. In enger Zusammenarbeit mit 14 Ausstellungspartnern aus der Automobilindustrie und dem musealen Auftraggeber wurde eine erlebnisreiche Themenausstellung inszeniert. Die einzelnen Ausstellungsthemen sind in gestalterische Metaphern übersetzt und in räumlich insularen, individuell gestalteten Ausstellungsbauten erkennbar, welche den Themen Identität und Eigenständigkeit verleihen.

Unterschiedliche Erlebnisangebote und die räumlichen Überlagerungen in der Ausstellung berücksichtigen sowohl die kulturellen Interessen des Verkehrshauses wie auch die kommerziellen Interessen der Sponsoren und Finanzierungspartner. Dem Museumsbesucher wird ein reichhaltiges Angebot für Entdeckungen und Interaktionen geboten. Von grafischen Illustrationen bis zu grossen, medialen Projektionen richten sich unterschiedliche Medien an ein breites Zielpublikum, welches gleichermassen aus Autofreaks, Familien, Kleinkindern wie Senioren besteht.

Unterirdischer Wassergarten im Berginneren

Im Projekt „Sasso San Gottardo“ wird das ehemalige Artilleriewerk „Sasso da Pigna“ auf dem Gotthard in eine Ausstellungsstätte und ein Forschungspark transformiert. San Gottardo machte als wichtigste Transitachse durch die Alpen, als Wasserschloss und Wetterscheide Europas, sowie als mächtige Zitadelle zum Schutz der Schweizer Unabhängigkeit aus dem Ort einen Mythos.

Die Ausstellungs- und Forschungsthemen in der gesamten Anlage stehen in einem engen Bezug zum Ort. Das vorhandene Ambiente bildet den Hintergrund für die Themen Wasser, Klima, Sicherheit und Mobilität. Diese verweisen auf die symbolische Bedeutung des Ortes und stellen zugleich zentrale Fragen an unsere moderne Gesellschaft.

Die Hauptattraktion von Sasso San Gottardo ist ein Wassergarten. Hier mischen und verdichten sich die verschiedenen Wasserbezüge der Anlage in einer einzigartigen Gartenlandschaft unter Tage. Hier wachsen fluoreszierende Moose, rauscht das Wasser der nahen Kontinentalscheide über den Fels und springen Geysire in die Höhe. Mit dem Wassergarten und seinem unmittelbar erlebbar gemachten Phänomenen wird die beeindruckende Dimension und Schönheit des Felsenraumes für alle Besucher zum einmaligen Erlebnis.

Eine Reise durch die Schweiz

Im neuen Freizeit- und Erlebniszentrum EbiSquare wird der Besucher als Spaziergänger durch erlebnisreiche Landschaften geführt. Als Vorbilder funktionieren die verschiedenen Landschaftstypologien der Schweiz, die als hochinszenierte Darstellungen in wandelbaren Erlebnisräumen skulptural und medial interpretiert werden.

In die geplanten Gebäudevolumen wird die Mall als eine neue Form von öffentlichem Raum eingeschnitten. Die architektonische Form des Ortes beschreibt eine geschwungene Linie, eine Art Möbiusband. Über geneigte Flächen und Rampen werden die verschiedenen Geschosse miteinander verbunden und durch die aufgeklappte Dachfläche der Aussenraum ins Innere geholt.

Hier wird Heimat produziert

„Hier wird Heimat produziert“ behauptet die „Heimatfabrik“ und zeigt Heimat als dynamisches Produkt, das von den Menschen kontinuierlich neu und individuell aus den Rohstoffen Landschaft, Politik, Wirtschaft, Sprache, Träume und Gesellschaft geschaffen wird.

Die Fabrikmetapher der Ausstellung weist auf den Produktionscharakter und die Prozesshaftigkeit von Heimat hin. Die Architektur des Ausstellungsgebäudes und der Ausstellung weckt eine bewusste Assoziation zum Provisorischen.

Die Heimatfabrik ist aus rostigem Stahl gebaut, weil Heimat die Spuren der Zeit und der Nutzung weder verbergen kann noch will. Die Räume existieren nicht unabhängig voneinander, sondern sind schicksalhaft miteinander verbunden. Hier wird Heimat produziert. Von dieser Kernaussage ausgehend füllen Künstler mit ihren Arbeiten und Installationen die Räume der Heimatfabrik. Der Produktionsprozess wird als visuelles und räumliches Erlebnis vermittelt und spielt mit Bildern und Assoziationen. Heimat entsteht. Sie muss immer wieder neu bestätigt, hinterfragt oder erfunden werden und findet in den Besuchern der Heimatfabrik die geeigneten Produzenten.

Foto © Ariel Huber

Rosige Zeiten für den neuen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof

„In der Arbeitswelt des Städters fehlt Raum für unerwartete Situationen. Die städtischen Fassaden sind grau. Ungewohntes findet sich allein in den Oberflächen neuer Werbeplakate. Auf dem Weg zur Arbeit (aus dem Auto oder Zug) wird alles oberflächlich wahrgenommen. Der Raum dient lediglich dazu, von A (zu Hause) nach B (Arbeitsstätte) zu kommen. Die Freifläche am Eichenhain, die vor und nach der täglichen Arbeit von vielen zu Fuß durchquert wird, dient als Foyer der `Stadt für Wissenschaft und Wirtschaft ́. Das Foyer stellt einen Ereignisraum, der sich für Ungewöhnliches eignet. Lebende grasende rosa Schafe auf grünem Grund kreuzen alte und neue Traditionen des Ortes.“ (Frank Dittmann / Fabian Lippert)

Foto © Ina Geissler

Fotos © Till Schuster



Medienplanung und -realisierung: iart AG

Ausstellungsbau: Felix AG

Raumprojektionen: Georg Lendorff

Lichtdesign: tokyoblue

Sounddesign: idee und klang


weitere Planungsbeteiligte siehe Impressum